Ich bin das beste Beispiel dafür, dass Frauen in Top-Positionen mindestens genauso gut sind wie Männer.“

Es gibt nur zwei Frauen in den 80 deutschen Dax und MDax-Konzernen und Magarete Haase ist eine dieser, die auch als Finanzvorstand arbeitet. Haase ist eine Managerin aus Österreich und schon seit über zehn Jahren Mitglied im Aufsichtsrat der Fraport AG und der ElringKlinger AG und ziert seit mehreren Jahren den Vorstand des Motorenbauers Deutz in Köln. Im November letzten Jahres wurde sie von der Financial Times Deutschlands (FTD) zur Managerin des Jahres gewählt. Schließlich half sie Deutz durch die Krise zu kommen und hat es geschafft Strukturen und Prozesse neu zu strukturieren und sogar zu verschlanken. Die Investoren sind mit ihrer Arbeit sehr zufrieden, denn der Aktienkurs steigt.

„Eine Quote verändere die Kultur in einer Wirtschaft“

Doch bevor sie diese Reputation erreichte, musste sie sich auch schon Sätze anhören wie: „Für diese Position ist eine Frau nicht tough genug“. Lächerlich und kein Stück wahr, weiß Haase. Sie sagte in einem Interview, „dass Frauen mindestens genauso tough sind wie Männer, aber weicher wirken durch ihren angenehmeren Auftritt, ihre vielleicht leisere Stimme, ausgeprägtere Diplomatie, mehr Fragen, verstärktes Interesse für Menschen. Aber das hat weder mit mangelnder Durchsetzungskraft noch mit schwächeren Ergebnissen zu tun.“ Es könnte aufgrund der verschiedenen Ansichten der Geschlechter mit Maßen gemessen werden, die keine Relevanz besitzen und deswegen fordert die Top-Managerin eine Quote für Frauen. Denn Vorgesetze brauchen nach ihrer Meinung den Druck, um sich einen Ruck zu geben und vermehrt weibliches Personal auf Führungsebene einzustellen. Gleichwohl könnte eine Quote ein Zeichen für Frauen sein, dass ihnen der Posten zusteht, sie ihn ausfüllen dürfen und sich endlich etwas zutrauen können.