Dorothee Blessing ist knapp über 40 Jahre alt und schon seit 20 Jahren fast ununterbrochen für Goldmann Sachs tätig. Trotzdem ist sie nur eine der wenigen, die es als Top-Expertin für Corporate Finance in der Männer-Welt des Investmentbankings zu einem Top-Posten gebracht hat.

Dorothee Blessing wurde 2001 zum Managing Director und 2005 zur Partnerin bei Goldman Sachs berufen. Blessings Prinzip und Tipp für alle Frauen, die es ihr nachmachen wollen, ist Disziplin. Und sie muss es ja wissen, schließlich ist ihr Mann, Martin Blessing, der Chef der Commerzbank und daheim warten drei Kinder auf sie. Bei ihrem familiären Background könnte man leicht vermuten, dass die Frau es nicht aus eigener Kraft zur Partnerin der Investmentbank Goldman Sachs gebracht hat. Schließlich ist Blessing eine geborene Wieandt, Tochter des legendären Banksanierers und beide Brüder haben es im Finanzsektor ebenfalls weit geschafft. Der eine ist Konzernstratege der Deutschen Bank, der andere Partner für Unternehmensfinanzierung bei McKinsey. Doch die Kollegen und sie selbst wollen von solchen Unterstellungen nichts wissen und werden nicht müde zu betonen, dass Blessing es ganz aus eigener Kraft nach oben geschafft habe.

Ratschläge zum Mitschreiben

Es gibt einen roten Faden, der ihr geholfen ha,t die Karriereleiter zu erklimmen: Es sollte jeder für sich entscheiden, was sein Ziel ist und aktiv darauf hinarbeiten. Dem Blick nach vorne wird ebenfalls eine bedeutende Rolle beigemessen. Denn Blessing hat stets versucht Zweifel wegzuschieben und sich von Rückschlägen nicht beeindrucken zu lassen. „Grundsätzlich wäre mein Rat – und zwar erst einmal unabhängig von der Entscheidung für einen bestimmten Berufszweig –, sich gewissenhaft mit dem Unternehmen und dessen Kultur auseinanderzusetzen und seine eigene Motivation im Hinblick darauf zu überprüfen, warum eine Absolventin gerade dort ihre berufliche Laufbahn beginnen will.“, so die Karrierefrau, die nichts auf Geschlechterklischees gibt und die Zukunft weiblicher sieht.