Als wäre die Zeit morgens nicht schon knapp genug, muss man sich jeden Tag aufs Neue die Frage stellen: Was ziehe ich im Büro an? Männer haben es da einfach. Ein Hemd in der Farbe wählen, die zur Tagesform passt, Anzug drüber, fertig. Als Frau hat man die Qual der Wahl und muss aufpassen, beim Businessoutfit nicht daneben zu greifen. Auch wenn wir im 21. Jahrhundert sehr offen und freizügig sind, was die Kleidung im Büro angeht, heißt das nicht, dass alles erlaubt ist.

Die warme Jahreszeit geht zu Ende. Zeit mal wieder den Kleiderschrank umzuräumen. Ein nicht wegzudenkendes Accessoire für den nahenden Winter: die blickdichten Strumpfhosen. Während sie diese in ihrem Kleiderschrank nach vorn räumt, denkt Josephine Fairley von The Telegraph darüber nach, wie es im Jahr 2013 mit der Etikette im Büro aussieht: Stumpfhose ja oder nein? Dass wir im Winter unsere Beine mit Nylon oder Wolle bedecken, ist völlig klar. Aber was gehört sich im Sommer?

Ist der Rock nicht zu kurz und sind die Beine gepflegt, kann die Stumpfhose ruhig mal im Schrank bleiben, schreibt Josephine Fairley unter Berufung auf Emily Post und ihre Nachfahren. Diese gefühlte Freiheit, die frau heutzutage hat, wird einem allerdings durch einen Nachsatz verhagelt: Je mehr Haut eine Frau zeigt, desto weniger Einfluss hat sie.

Stoppelige oder trockene Beine sind allerdings ein Tabu. Sollte die Zeit für eine umfassende Beinpflege mal nicht ausreichen, ist der Griff zur Strumpfhose unumgänglich. Und natürlich auch dann, wenn man in einem konservativen Unternehmen tätig ist, wo nackte Beine unerwünscht sind. Überraschender Weise stören sich besonders Frauen an dem Anblick von nackter Haut, wurde in einer Umfrage festgestellt. Während sich nur 40 Prozent der Männer an zu viel Freizügigkeit stören, sehen 61 Prozent der Frauen ihre Kolleginnen lieber zu viel als zu wenig bekleidet.

Pumps und Strumpfhosen sind sowieso ein Muss, heißt es hingegen beim Institut für Stil und Etikette. Wie macht man es denn nun richtig? Zum Glück kommt nun erst mal der Winter.