Birgit Gröger lässt Möbel-Träume wahr werden.
Birgit Gröger lässt Möbel-Träume wahr werden.

Frau Gröger, was ist das Beste daran, seine eigene Chefin zu sein?

Ich bin ein absoluter Machertyp und genieße es meine Ideen umzusetzten. Für mich gibt es nichts Schöneres, als zu sehen, wie aus einer Idee ein funkionierendes und wachsendes Unternehmen wird.

Zudem darf ich täglich Kundenwünsche erfüllen und es gibt für mich kein größeres Lob, als eine Danke-Mail von einem zufriedenen Kunden.

Die wichtigste Eigenschaft, die man als Unternehmerin mitbringen sollte?

Viel Engagement, Leidenschaft, Hartnäckigkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gerade als Frau finde ich, muss man von den eigenen Fähigkeiten überzeugt sein und darf sich in der Anfangsphase von Beratern und Geschäftspartnern nicht zu sehr beeinflussen lassen.

Mein Unternehmen spiegelt meine eignen Werte und Visonen wieder. Auf genau auf diese muss man vertrauen.

Aus welchem Fehler haben Sie am meisten gelernt?

Wir wollten zum Start möglichst schnell loslegen und waren total heiß, endlich das Unternehmen zu gründen. So habe ich nur eine Gründungsbetratung in Anspruch genommen und mehr als ein Förderprogramm außer acht gelassen. Heute würde ich bei anderen Jungunternehmern nachfragen und deren Erfahrungen in den Gründungsprozess einfließen lassen. In Stuttgart gibt es hierfür beispielsweise Startup Stuttgart, diese organisieren ungezwungene Treffen, wo sich Gründer und Gründungswillige treffen und austauschen können. Auch würde ich heute sicher keine GbR mehr Gründen, außer viel Zeit und Kosten für die Umwandlung hat uns das nicht vorangebracht.

In welchen nützlichen Business-Netzwerken sind Sie?

Ich bin im Acceleratorprogramm von EO, für mich das ideale Netzwerk. Hier treffen sich hauptsächlich Gründer und Jungunternehmer, die einen gewissen Umsatz erreicht haben. Also die ersten Schritte erfolgreich hinter sich haben und das nächste Wachstumsziel vor Augen. Auch wenn die Branchen ganz unterschiedlich sind, stehen viele junge Unternehmen vor ähnlichen Problemen und genau hierfür ist das Acceleratorprogramm eine wunderbare Plattform für den Austausch.

Welches waren die drei wichtigsten Kreuzungen in Ihrem Leben und wer oder was hat Sie an diesem Punkt beeinflusst?

1. Mein Vater, er hat mir gezeigt dass man jede Grenze überwinden kann und nie aufhören darf an seine Träume zu glauben und dafür zu kämpfen.

2. Während meines Studiums habe ich bei BMW gearbeitet und meine Chefin hat mir aufgezeigt, dass es keine größere Waffe als Wissen gibt. So habe ich nicht nur Personal, sondern auch Organisation, Markting und Finanzen studiert und habe heute ein breites Fundament.

3. Kreuzung war in Rosenheim, als ich während meines Studiums Sebastian, meinen Mitgründer kennengelernt habe. Ohne diese Begegnung wäre ich heute nicht Gründerin von meine möbelmanufkatur.

Die ideale Businesskleidung?

Wenn ich einen Tag nur Intern unterwegs bin, Turnschuhe und Jeans.

Für Veranstaltungen, Messen und Kundentermin gerne auch mal Kostüm und Pumps.

Vielen Dank!

Brigit Gröger hat zusammen mit ihrem Geschäftspartner Sebastian Schips 2011 „meine möbelmanufaktur“ gegründet. Ziel der Unternehmung war es, den Kunden selbst zum Designer zu machen und das Internet als neuen Vertriebskanal für nachhaltig produzierte Möbel zu nutzen.  Ein Plan, der hervorragend funktioniert.