Draußen sind es 30 Grad, im Büro oft nicht viel weniger. Nicht jeder hat das Glück, an den heißesten Sommertagen irgendwo am Strand zu liegen. Wenn man schon im Büro die Stellung halten muss, darf man dann wenigstens in puncto Kleidung der Hitze frönen?

Offene Sandalen müssen warten bis zum Feierabend. Alles was nach Sommer aussieht hat im Büro nichts zu suchen.
Offene Sandalen müssen warten bis zum Feierabend. Alles was nach Sommer aussieht hat im Büro nichts zu suchen.

Businesskleidung ist nicht das Angenehmste an heißen Tagen. Aber auch wenn frau gern zum Sommerkleid mit Spaghetti-Trägern und Flip Flops greifen würde –in vielen Büros ist das nicht gern gesehen. Gerade in Banken, großen Konzernen und überall dort wo Kundenkontakt herrscht, muss das Sommeroutfit bis zum Feierabend warten. Hat der Chef es explizit erlaubt, sieht das natürlich anders aus. Aber dass Unternehmen den Dresscode lockern, wird immer seltener, sagt Business-Coach Carolin Lüdemann. Denn für viele Mitarbeiter fängt der Sommer dann schon im April an.

Zu den absoluten No-Gos im Büro gehören offene Schuhe und nackte Schultern. Spaghetti-Träger und Etuikleider erfordern also die Kombination mit einem Blazer. Dass bauchfreie Kleidung unangemessen ist, auch bei entsprechender Figur, dürfte jedem klar sein. Bei der Schuhwahl ist es schon etwas weniger eindeutig. Schuhe dürfen an der Ferse offen sein, an den Zehen allerdings nicht. Sogenannte Slingpumps sind also die ideale Lösung.

Und selbst wenn der Chef luftige Kleidung erlaubt: diese sollte dann auf jeden Fall so gewählt werden, das Tattoos und sonstiger Körperschmuck nicht zu sehen sind. Wie strikt die Kleidungsetikette befolgt wird, muss jede selbst wissen. Nicht jeder Vorgesetzte wird einen sofort nach Hause schicken. Durch falsche Kleidungswahl kann man sich allerdings erheblich schaden. „Wenn es zum Beispiel darum geht, wer auf der Karriereleiter nach oben klettert, werden die Vorgesetzten auf den ersten Blick sagen, der wird es wohl nicht sein, weil er sich durch sein Äußeres einfach nie dafür angeboten hat“, erklärt Carolin Lüdemann.

Aber die Damen können sich vielleicht ein bisschen damit trösten, dass sie immerhin mehr Spielraum haben als die Herren. Für diese gibt es keine knielangen Röcke und halboffene Schuhe. Krawatte, langes Hemd und Sakko sind oft auch bei großer Hitze an der Tagesordnung.