Man kann der deutschen Startup Szene beim Wachsen zusehen. Täglich schießen neue Unternehmen und Angebote für Entrepreneure aus dem Boden. Doch der Frauenanteil unter den Gründern wächst nur langsam.

Noch gibt es wenig Frauen in der TechSzene. Netzwerke wie Geekettes sollen das ändern. (Bild: flickr/Ed Yourdon)
Noch gibt es wenig Frauen in der TechSzene. Netzwerke wie Geekettes sollen das ändern. (Bild: flickr/Ed Yourdon)

Vor allem in der techlastigen Startup Szene sind die Frauen noch immer schwach vertreten mit deutlich unter 20 Prozent. Aber immerhin es gibt sie, und die die es gibt machen ihre Sache gut. Und was könnte eine bessere Motivation für andere Frauen sein, den Sprung ins risikoreiche Gründerleben zu wagen. Um die Sache zu beschleunigen gibt es immer mehr Veranstaltungen und Netzwerke speziell für weibliche Entrepreneure.

Am vergangenen Wochenende zum Beispiel fand das Startup Weekend Women Stuttgart statt. Gemischte Teams – ja, Männer waren willkommen – haben 54 Stunden lang an verschiedenen Startup Projekten gearbeitet. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Vorträge von erfolgreichen Gründerinnen wie Nadine Antic von Global Flow – eines der seltenen Startups mit einem rein weiblichen Gründerteam.

Ein sehr erfolgreiches Netzwerk, welches sich dem Ziel widmet, Frauen im Techbereich zu vernetzen und zu fördern, ist Geekettes. Der Ausdruck Geek steht für Computerfreaks. Gegründet von der in Berlin lebenden Amerikanerin Jess Erickson ist es mittlerweile in 7 Städten bzw. Regionen vertreten: Berlin, Hamburg, London, Maastricht, NYC, Portugal und Twin Cities (Minneapolis). Mittlerweile zählt das Netzwerk über 700 Mitglieder.

Wozu brauchen wir überhaupt mehr Frauen im Tech-Bereich? Damit endlich nicht mehr nur Computer von weiblichen Stars gehackt werden und Nacktfotos zu Tage fördern, sondern die Welt auch mal ein paar private Fotos von männlichen Weltstars zu sehen bekommt. So zumindest die Erklärung – mit einem Augenzwinkern – in diesem Beitrag der Huffington Post.

Da es noch vergleichsweise wenig Frauen in der Gründerszene gibt, machen diejenigen, die erfolgreich sind, besonders stark von sich reden. Von ihrem Exotenstatus können weibliche Entrepreneure also auch profitieren. In unserer Serie „6 Fragen an…“ stellen wir neben gestandenen Unternehmerinnen auch immer wieder weibliche Entrepreneure vor.