Zuletzt haben wir über Frauen in der Startup-Szene berichtet, und dass gerade in den aufstrebenden Tech-Firmen noch immer zu wenig Frauen zu finden sind. Heute schieben wir mal eine gute Nachricht hinterher: noch nie haben so viele Frauen ihr eigenes Unternehmen gegründet wie im Jahr 2013. Dies verrät eine der jüngsten Veröffentlichungen der KfW.

Für immer mehr Frauen ist Gründen die clevere Karrierealternative. (Bild: Flickr/Alessandro Valli)
Für immer mehr Frauen ist Gründen die clevere Karrierealternative. (Flickr/Alessandro Valli)

Das Gründungsgeschehen in Deutschland ist seit vielen Jahren rückläufig – 2013 gab es 42 Prozent weniger Menschen, die sich selbständig gemacht haben als noch 10 Jahre zuvor. Und das bei nahezu gleichbleibender Einwohnerzahl. Allerdings ist der Anteil der Frauen unter den Existenzgründern im letzten Jahr so hoch gewesen wie nie zuvor. Immerhin 43 Prozent der 868.000 Gründer waren weiblich.

Fast die Hälfte (45 Prozent) der neuen Chefinnen sind Mütter. Das Gründen mit Kindern ist bei den Frauen hoch im Kurs, weil es der ideale Wiedereinstieg ist und eine relativ flexible Zeiteinteilung ermöglicht. Bei den Herren ist es nur jeder Dritte, der mit Nachwuchs den Schritt in die Selbständigkeit wagt.

Unternehmen von Frauen sind kleiner – aber nicht weniger erfolgreich

Frauen gründen kleiner und haben dadurch einen geringeren Finanzierungsbedarf. Logischerweise ist auch ihr Umsatz kleiner, den sie mit ihrem Gewerbe erzielen können. Wie groß der tatsächliche Unterschied zwischen den monatlichen Umsätzen männlicher und weiblicher Gründer ist, ist jedoch überraschend. Den knapp 18.000 Euro Umsatz der Herren stehen knapp 4.600 Euro der Damen jeden Monat gegenüber. Bedenkt man allerdings, dass viel mehr Frauen mit Kindern gründen, ist es einleuchtend, dass sie selbst im Vollerwerb weniger Zeit für ihr Business aufbringen können, als Gründer ohne Kinder.

Zum großen Teil liegt es natürlich auch den Branchen, die sich die unterschiedlichen Geschlechter aussuchen. Zwar liegen die Dienstleistungen bei allen hoch im Kurs, Männer sind jedoch häufiger auf wirtschaftliche oder Finanzdienstleistungen, Frauen eher auf persönliche Dienstleistungen spezialisiert. Technische Bereiche – das haben wir ja schon erwähnt – und Baugewerbe sind dagegen noch immer stark von Männern besetzt.

Also die Damen, dass ihr sie Selbständigkeit für euch entdeckt habt, ist großartig. Jetzt traut euch noch mehr an die Themen, die viel Geld bringen.