Frauen sind nicht hart genug, um Führungspositionen auszuüben, heißt es immer wieder. Sie möchten von allen gemocht werden, und können deshalb nicht ihre Ziele umsetzen. Und schlussendlich verstehen sie es nicht, ihr Revier zu verteidigen. Ein Arroganz-Training soll helfen, das zu ändern.

Wenn wir jemanden als arrogant empfinden, ist es mit der Sympathie in der Regel dahin. Das ist nicht verwunderlich, denn von Arroganz fühlen wir uns abgewiesen, kleingemacht. Wir möchten uns daher nicht mit arroganten Menschen umgeben und auch selbst nicht als solche gelten. Im Berufsleben kann – richtig eingesetzt – dominantes Verhalten allerdings manchmal helfen. Das meint zumindest der Coach und Unternehmensberater Dr. Peter Modler. Er hat deshalb das Arroganz®-Training für weibliche Führungskräfte entwickelt.

Mann verteidigt sich mit einer Banane
Männern fällt es leichter, im beruflichen Kontext ihr Revier zu verteidigen – und damit auch Karriere zu machen.

Ist es wirklich das, was uns die Männer voraushaben? Auch der Duden kennt nur negative Umschreibungen für Arroganz:  Hochmut, Selbstgefälligkeit, Überheblichkeit. Wollen wir das wirklich lernen? Warum nicht. Es kann zwischen einer steilen Karriere und einem Abschiebeplatz entscheiden. Außerdem geht es nicht darum, immer und überall dieses Verhalten an den Tag zu legen, sondern dann, wenn es nötig ist. „Revier verteidigen“ nennt Modler das auch, etwas, was Männer schon automatisch im Kindesalter lernen.

In den Seminaren können die Teilnehmerinnen unmittelbar ausprobieren, wie sie sich mehr Respekt bei männlichen Chefs, Kollegen, Kunden und Mitarbeitern verschaffen. Dazu gibt es einen männlichen Sparringpartner, der beliebig ausgewählt wird. Es werden verschiedene Szenen durchgespielt, die aus dem Arbeitsalltag stammen und in denen Frauen oft zu unsicher und zurückhaltend reagieren – solange bis es die Teilnehmerin schafft, sich adäquat gegen den Sparringpartner durchzusetzen.

Als Grund dafür, warum Frauen sich oft selbst im Weg stehen, was ihre Karriere angeht, wird nie mangelnde Fachkompetenz genannt. Es sind in der Regel immer Persönlichkeitsmerkmale, wie fehlendes Durchsetzungsvermögen oder das Bedürfnis, immer von allen gemocht zu werden. Also, ihr jungen Eltern da draußen, bringt euren Töchtern möglichst früh bei, wie sie auf dem Spielplatz ihr Revier verteidigen – das könnte ihnen später viele Enttäuschungen ersparen.